SG B-Rodach/Groß - TSL
Endergebnis: 34:23 (18:11) Tore
Routiniers setzen sich deutlich durch - Dezimierte TSL-Männer kassieren bei SG Bad Rodach/Großwalbur ein 23:34
Der Bezirksoberliga-Dritte und Gastgeber SG Bad Rodach/Großwalbur setzte sich gegen die Lichtenfelser Handballer deutlich durch und feierte einen klaren 34:23 (18:11)-Heimsieg. Dabei war die Zelenov-Mannschaft der TSL nicht haushoch überlegen, sondern spielte ihr Pensum im fairen Duell gegen die personell gebeutelten Gäste in routinierter Manier herunter.
Von Beginn an war zu erkennen, dass der bisher so bärenstarken Abwehr der „Turner“ das Fehlen von Cornelius John und Jonas Scherer zu schaffen machte. Die Deckung wirkte nicht sattelfest und es kam immer wieder zu Abstimmungsproblemen, die die Rodacher erfolgreich nutzten. Bis zur 22. Minute sahen die Zuschauer allerdings eine ausgeglichen Partie. Die Gastgeber traten homogen auf, doch Lichtenfels fand die nötigen Mittel. Durch viel Bewegung im Angriff blieb die Piesker-Truppe mit der SG auf Tuchfühlung (9:10).
Eine zusätzliche Schwächung für das Gästeteam brachte in der 12. Minute die Verletzung des bis dahin viermal erfolgreichen Rückraumspielers Maurizio Korte. Der SGler Sebastian Martin griff Korte im Sprung in den Wurfarm und erhielt die Rote Karte. Korte spielte zwar weiter, doch Würfe konnte er mit dem lädierten Arm nicht mehr abfeuern.
In den letzten zehn Minuten vor der Pause verfiel die TSL wieder in ihre alten Angriffsfehler. Die Möglichkeiten wurden schlecht vorbereitet, außerdem reihenweise technische und auch taktische Fehler produziert. Die Schlampigkeit seines Gegners war für Rodach/Großwalbur eine offene Tür. Durch schnelle Konter und vor allem auch schönen Toren über den Kreis von Nils Reinermann, der zu wenig attackiert wurde, verschaffte sich der Gastgeber mit dem 18:11-Halbzeitstand ein gutes Polster.
In der Kabine setzten Piesker/Fromme neue Vorgaben für ihr Team für den zweiten Durchgang. Jedoch wurden diese in keinster Weise umgesetzt. Die geforderte 6:0-Abwehr glich eher einer inkonsequenten offensiven, was unweigerlich zu Problemen führte. Die Zelenov-Mannschaft erhöhte Tor um Tor und markierte unter der sehr guten Leitung der Schiedsrichter das 29:17.
Der TSL-Offensive fehlte weiter jegliche Durchschlagskraft. Erschwerend kam hinzu, dass es im unterbesetzten Rückraum wenig Wechselalternativen gab und diese Position phasenweise von Kreisläufer Philipp Rödel und Außenspieler Julian Klinger besetzt werden musste. Als bester Mann bei den Gästen glänzte Andreas Kraus, der mit viel Kampfgeist, Beweglichkeit und Kraft versuchte, seine Mannschaft mitzureißen. Zum Ende hin gelang dies auch. Das Spiel wurde wieder ausgeglichen, was den 34:23-Endstand für die Gastgeber aber nicht mehr verhinderte.
Weitere Spieldaten
Datum: 29. Oktober 2011, 17:00
Ort: Bad Rodach, Bayernhalle
Schiedsrichter: Reuß, Vollrath (TV Weidhausen).
Aufstellung TS Lichtenfels: A. Lutz/Zapf – Macheleid, Rödel, Fleischhauer 2, John A., Eckert, Goller A. 3, Kraus 8/2, Korte 4, Klinger, Hansen 5/1.
Aufstellung SG B-Rodach/Groß: Betz/Weiß – Wutschka 4/1, Wanko 4, Reinermann 4, Außen- Seifert 10/6, Büschel 7. S. Martin (rot), Bunk 1, Kretschmar 2, Brückner 1, Kuhn.