TSL - SG Rödental
Endergebnis: 22:29 (12:14) Tore
Kampfspiel entscheidet Rödental für sich - TSL-Männer ziehen gegen SG Rödental erwartet den Kürzeren
Maurizio KorteSpielerische Glanzlichter waren in der Bezirksoberliga-Nachholpartie am Freitagabend zwischen den Handballern der TS Lichtenfels und ihrem Gast von der SG Rödental rar gesät. Vielmehr war das Duell der beiden Aufsteiger von Kampf geprägt. Die Mannschaft von Uwe Piesker hatte dem favorisierten Gast in der ersten Halbzeit gut Paroli geboten, war sogar spielbestimmend. Allerdings verfiel sie dann wieder in ihre alten Fehler und verlor doch recht deutlich mit 22:29 (12:14).
Abwehr mit L. Zapf„Werft doch mal vernünftig aufs Tor!“ – Nein, diese Forderung stammte nicht vom heimischen Trainer Uwe Piesker, sondern von seinem Kollegen auf der Gästebank, Andreas Gahn. Dessen Rödentaler hatten nämlich in den ersten zwanzig Minuten der Partie extreme Probleme, das „Runde ins Eckige“ zu kriegen. Auch spielerisch fehlte ihnen noch der Rhythmus. Somit waren es die Lichtenfelser, die in der ersten Halbzeit ein ansprechbares Spiel ablieferten, selbst wenn Leistungsträger wie Kraus und Scherer fehlten.
Julian KlingerAdrian Goller markierte nach sieben Minuten ein 4:2 für die TSL. Als der routinierte Thorsten Nickol ins Spiel kam, nahm der heimische Angriff weiter Fahrt auf. Die SGR agierte mit einer sehr körperbetonten Spielweise und musste schon nach wenigen Minuten mehre Zeitstrafen einstecken. Dass dadurch die TSL ihre 5:3-Führung nicht ausbaute, war ihrer schlechten Chancenverwertung zuzuschreiben. Carsten Hansen scheiterte beim Siebenmeter am Pfosten und kurz zuvor aus freier Wurfbahn am überragenden SG-Keeper Lukas Lesch.
Jonas HöfnerDass Lichtenfels trotzdem im Spiel blieb, war Schlussmann Lukas Zapf zu verdanken, der einmal mehr eine überragende Partie ablieferte und den Gästen mit großartigen Paraden und parierten Siebenmetern den Rücken stärkte. Fabian Fleischhauer erhöhte schließlich auf 7:3, das in doppelter Überzahl fiel. Aber die Abwehr der TSL verlor zunehmend an Stabilität, verschob zu langsam, so dass die SG-Außenspieler nun viele Freiräume hatten.
Florian ZapfSG-Routinier Dirk Wolf setzte den Ball zum 6:8 ins TSL-Netz, wenig später fiel folgerichtig der erste Ausgleich zum 9:9 durch Hauke Ketels. Die Auszeit von Piesker fruchtete nur bedingt. Nur bis zur 26. Minute hielt die TSL das Spiel weiter offen (11:11). Als Florian Zapf einen Konter versiebte und die Würfe der TSL im SG-Abwehrblock hängenblieben, hatten die Gäste leichtes Spiel und bejubelten mit dem Pausenpfiff die 14:12-Führung.
Die vielen Zuschauer hofften auf einen guten Start ihres TSL-Teams in die zweiten 30 Minuten, wurden aber bitter enttäuscht. Ohne Linie und völlig unstrukturiert kam Lichtenfels aufs Feld zurück. Die SG Rödental machte es dem Gastgeber vor, wie’s geht und kam nach vielen Eins-gegen-Eins-Aktionen in die Nahtstellen meist durch den überragenden Ketels und Riedel zum Erfolg. Nach 40 Minuten stand die TSL mit dem 12:18 schon auf der Verliererstraße. Erst in der 41. Minute erlöste Jonas Höfner die Korbstädter mit dem ersten Tor in der zweiten Hälfte. Aber auch das war nur Schall und Rauch. Immer wieder verhinderte Top-Keeper Lesch weitere Gegentreffer.
Cornelius JohnMeistens agierten beide Mannschaften dezimiert, da es immer wieder auf Grund harten Einsteigens Zwei-Minuten-Strafen gab. Die TSL bäumte sich zehn Minuten vor Schluss nochmals auf. Maurizio Korte und Carsten Hansen brachten ihre Mannschaft unter dem Jubel ihrer Anhänger zum 20:22 heran. Dann verfielen die Gastgeber wieder in ihre alten Fehler, kassierten in doppelter Überzahl das 20:23 durch Wolf. Wieder einmal war ein dummer Fehler passiert und für die TSL war’s vorbei! Sie konnte den Gästen nicht mehr viel entgegensetzen. Am Ende stand für die SG Rödental mit dem 29:22 ein auch in der Höhe verdienter Auswärtssieg an der Anzeigetafel.
Weitere Spieldaten
Datum: 2. März 2012, 20:00
Ort: Lichtenfels, Städt. Sporthalle
Schiedsrichter: Langner (TSV Weitramsdorf), Schäfer (HG Hut/Ahorn).
Aufstellung TS Lichtenfels: L. Zapf/Lutz – F. Zapf 2, Nickol 4/2, Fleischhauer 3, A. John 1, Höfner 3/1, Hansen 4/1, Goller 2, C. John, Klinger, Korte 3, Macheleid.
Aufstellung SG Rödental: Lesch/Tempelhagen – Griner 3, Göpfert 1, Riedel 2, Heinlein, Schultheiß 1, Wenzel 2/1, zell 1, Schmidt, Schneyer 1, Ketels 13/5, Fleischmann 1, Wolf 4.