TSL - HG Kunstadt
Endergebnis: 18:23 (8:11) Tore
TS Lichtenfels nimmt sich selbst aus dem Spiel - Derby gegen HG Kunstadt zu Hause mit 18:23 verloren / Zuschauerrekord: 300
Fabian Fleischhauer„Die Chance auf einen Revanche-Sieg war für uns da. Durch unsere mäßige Chancenverwertung haben wir uns aber praktisch selbst aus dem Spiel genommen!“ – Der Trainer der TSL-Männer, Uwe Piesker, war nach dem Abpfiff genauso frustriert wie seine Mannschaft und die 220 TSL-Fans. Mit 18:23 (8:11) ging der Rückrundenauftakt in die Bezirksoberliga, das Derby mit der HG Kunstadt, für die TS Lichtenfels gründlich daneben. So waren es beim Abpfiff die etwa 80 mitgereisten HGK-Anhänger, die ihrem Team mit Standing Ovations gratulierten.
Andreas KrausDas Ergebnis könnte auch folgendermaßen lauten: Jürgen Friedlein – TS Lichtenfels 12:0! Ja, der Kunstadter Keeper hatte wohl den größten Anteil am Auswärtserfolg seiner Mannschaft, als er den jüngeren Alexander Kießling abgelöst hatte und den TSlern mit vier parierten Siebenmetern und acht Riesenparaden sämtliche Hoffnung auf eine Revanche „killte“. Aus jedem dieser „Fehler“ der Lichtenfelser entstanden Tore für die Gäste, denen das Siegen dadurch erleichtert wurde.
Adrian GollerDabei hatten die Mannen von TSL-Trainer Uwe Piesker einen „feurigen“ Start ins Derby gelegt. Die über die gesamte Spielzeit sehr stabile TSL-Abwehr zwang die HGK in den ersten sechs Minuten zu Fehlern, die Lichtenfels mit schnellen Kontern zum 5:1 nutzte. Auch die Umsetzung der taktischen Trainervorgaben gegen die 4:2-Deckung der Kunstadter und verwandelte Siebenmeter führten dazu, dass die TSL mit 6:3 (10.) die Oberhand behielt.
FansNach einer Auszeit von HGK-Trainer Udo Prediger waren die Gäste dann endlich präsent. Die Lichtenfelser hingegen distanzierten sich unverständlicherweise immer mehr von der vorgegebenen Marschroute Pieskers und erzielten ganze zehn Minuten lang keinen Treffer mehr. Die HGK blieb im Torerfolg allerdings weiterhin verhalten. André Stirbati war gut bewacht und TSL-Keeper Andreas Lutz raubte auch Niklas Oester und Tobias Steuer gute Chancen. Der Ex-Lichtenfelser David Jung brachte die HGK trotzdem zum 5:6-Anschlusstreffer, ehe Adrian Goller das erlösende 7:5 für die Korbstädter nach 20 Minuten einwarf.
Andreas LutzMehrere Pfostentreffer und das Scheitern der TSL-Werfer aus freier Wurfbahn bauten den Gegner auf. Auf beiden Seiten sorgten fragwürdige Siebenmeter des überforderten Schiedsrichtergespanns für immer mehr Unverständnis. Auf diese Art und Weise traf Stirbati nach 27 Minuten zum 8:8 (27.). Der nun eingesetzte Friedlein machte für sein Team „hinten dicht“, so dass der kaltschnäuzigen HGK drei Minuten genügten, um die Partie zur Pause mit 11:8 zu drehen.
Maurizio KorteIn den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber wieder mehr Struktur in ihrem Spiel. Fabian Fleischauer, der engagiert auftretende Cornelius John und Andreas Kraus markierten mehrmals den Anschlusstreffer. Beim 13:14 (38.) geriet die TSL in Unterzahl, doch TSL-Torwart Lukas Zapf hielt gegen André Stirbati den Strafwurf und somit den Ein-Tore-Rückstand fest.
Andreas KrausLichtenfels verfiel jedoch wieder in den alten Trott. Die immer häufigeren Paraden von Jürgen Friedlein und misslungene Anspiele der „Turner“ motivierten Kunstadt wieder. Mit 18:13 setzte sich die HGK deutlich ab, selbst wenn die Korbstädter mit dem 16:18 (52.) nochmals gefährlich wurden. Das kurze Strohfeuer beendete Friedlein schnell und sein Team erhöhte durch Tobias Steuer und Niklas Oester auf 22:18. Ein unnötiges Foul von Jonas Scherer gegen den HGKler Oliver Oester im Konter wurde mit „Rot“ bestraft und wird eine Sperre für Scherer zur Folge haben. Mit dem daraus folgenden Strafwurf machte Steuer den 23:18-Auswärtssieg für die Gäste perfekt.
Weitere Spieldaten
Datum: 15. Januar 2012, 15:15
Ort: Lichtenfels, Städt. Sporthalle
Schiedsrichter: Meyer (HSG Erlangen/Niederling), Vanusch (DJK Erlangen).
Aufstellung TS Lichtenfels: Lutz/Zapf – Macheleid, Rödel 1, Fleischhauer 4, A. John 1, Hansen 2/1, Eckert, Goller 2, Scherer 4/4, Kraus 3, C. John 1, Klinger, Korte.
Aufstellung HG Kunstadt: Kießling/Friedlein – Steuer 6/4, Stirbati 4/3, O. Oester 1, N. Oester 2, Kellner, Nehring, Deuber, Mussoni 3, Schüllein, Fengler, Heppner 1, Jung 6.