ASV Pegnitz - TSL
Endergebnis: 18:25 (8:12) Tore
TSL-Männer sind wieder in der Erfolgsspur - Sicherer 25:18-Auswärtssieg der Männer beim ASV Pegnitz / Abwehrbollwerk
Mit den Lichtenfelser Handballmännern ist in der Bezirksoberliga wieder zu rechnen. Mit dem 25:18 (12:8)-Auswärtserfolg beim ASV Pegnitz rehabilitierten sich die Turnerschaftler für ihre jüngste Durststrecke und spielten den ersten Sieg des Jahres ein. Möglich wurde dieser vor allem durch eine herausragende Abwehrleistung sowie „Teufelskerl“ Lukas Zapf im Tor. Ein Sonderlob sprach Trainer Uwe Piesker seinem Team für den hohen kämpferischen Einsatz aus.
Das Spiel war von Anfang auf beiden Seiten von Taktik geprägt und gut postierten Defensivreihen. Bei der TSL fehlten der erkrankte Alexander John und auch Fabian Fleischhauer. Die Gäste waren dennoch hochmotiviert und engagiert und starteten dementsprechend verheißungsvoll in die Partie mit dem Tabellenschlusslicht. Eine 5:2-Führung war nach wenigen Minuten der Lohn. Seltsamerweise gab die TSL das Handeln dann aus der Hand. Eine katastrophale Chancenverwertung und wenig Bewegung prägten nun die TSL-Angriffsaktionen. Oft fehlte auch der Mut zum Wurf oder der Kreisläufer wurde zu früh gesucht.
Schnell war der Vorsprung verspielt. Der ASV Pegnitz hatte mit Michael Heberl einen hervorragenden Rückraumschützen, der sehr schwer auszuschalten war und glich schließlich zum 6:6 aus. Zwei aufeinander folgende Konter für Pegnitz hätten die Partie drehen können. Doch TSL-Keeper Lukas Zapf hielt beide Würfe bravourös. Durch seine tollen Aktionen im richtigen Moment blieb die TSL im Spiel. Nach dem 7:7 ging ein Ruck durch das Gästeteam, das nun wieder aggressiver und schnellbeiniger in der Deckung war. Jonas Scherer führte in der Mitte klug Regie und setzte seine Kollegen in gute Wurfpositionen. Mit großer Durchschlagskraft sorgte Andreas Kraus mit dem Tor zum 12:8 zur Pause wieder für klare Verhältnisse.
Pegnitz zeigte in der zweiten Hälfte Abstiegskampf pur. Teilweise stemmte sich die Mannschaft mit harten und unfairen Mitteln gegen die drohende Niederlage. Doch die Referees Bauer und Scherzer vom TV Weidhausen griffen rigoros durch, was sich für den ASV in zwölf Zeitstrafen und zwei rote Karten auswirkte. Lichtenfels wollte sein schnelles Spiel fortsetzen, was die Mannschaft mit dem Treffer zum 15:10 gut umsetzte. Plötzlich agierte die TSL überhastet. Bei zwei Siebenmetern wurde ASV-„Oldie“ Dieter Vogt ins Tor bestellt, der beide Strafwürfe hielt und seinem Team zum 15:16 verhalf.
Piesker nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft neu zu sortieren. Diese kam zur rechten Zeit. Mit dem Wiederanpfiff suchte die TSL konsequenter ihre Chancen und setzte sich wieder souverän mit 21:15 ab. Dann kam der junge Jonas Höfner in die Partie und krönte seinen Einstand mit zwei Toren über den Rückraum. Höfner wurde ebenso siebenmeterreif gefoult. Die anstehende Zwei-Minuten-Strafe für den ASV sollte zur Schlüsselszene werden. Denn nun zog Lichtenfels souverän dank seiner bärenstarken Abwehr auf 24:16 weg und hatte seinen Gegner endgültig abgeschüttelt. Mit der TSL siegte am Ende die qualitativ bessere und konditionell stärkere Mannschaft verdient mit 25:18.
Weitere Spieldaten
Datum: 5. Februar 2012, 15:00
Ort: Pegnitz, Christian-Sammet-Halle
Schiedsrichter: Scherzer/Bauer (TV Weidhausen).
Aufstellung TS Lichtenfels: L. Zapf/Lutz - Macheleid 2, F. Zapf 1, Rödel 3, Höfner 2, Hansen, A. Goller, Scherer 7/7, Kraus 7, C. John 1, Klinger, Korte 2.
Aufstellung ASV Pegnitz: Selbald/Vogt – Ohlraun, Seeser, Winter, Bruckmeyer 1, Folwarcny, Brendel 2, Fuchs 3, Hagen 4/2, Kolb 2, Neubauer 2, Heberl 4/1.