TSL - SG B-Rodach/Groß
Endergebnis: 25:31 (10:15) Tore
Die rote Karte war der Knackpunkt - TSL-Männer schaffen dreimal den Ausgleich gegen SG Bad Rodach/Großwalbur
Die Lichtenfelser Handballherren hatten den favorisierten Tabellendritten der Bezirksoberliga, SG Bad Rodach/Großwalbur schon etwas Nervenflattern beigebracht. Insgesamt dreimal schafften die Männer von Uwe Piesker den Gleichstand in der kämpferisch geführten Partie in eigener Halle. Das Endresultat von 25:31 (10:15) aus Sicht der TSL liest sich zwar recht deutlich, fiel aber dem Spielverlauf nach um ein paar Tore zu hoch für die Badstädter aus.
Alexander John„Ganz klar war für uns der Knackpunkt die rote Karte gegen Andreas Kraus beim Stande von 22:23 in der 52. Minute. Von da an riss bei uns der Faden, zumal wir auch noch mehrere Zeitstrafen nicht kompensieren konnten“, resümierte TSL-Coach Uwe Piesker nach dem Abpfiff. Trotzdem kann er auf diese Leistung seiner Mannschaft bauen, die der SG Bad Rodach/Großwalbur respektabel Paroli geboten hat.
Am Anfang allerdings ließen die Lichtenfelser zu viele Chancen liegen. Der routinierte Gegner zog daraus klar seinen Vorteil und hielt die TSL auf Distanz. Mit dem Tor zum 3:5 (8.), das Andreas Kraus einem in der Abwehr abgefangenem Ball zu verdanken hatte, waren die Gastgeber noch gut dabei. Aber immer deutlicher wurde die spielerische Klasse des Zelenov-Teams, das sich sehr clever, couragiert und engagiert in Lichtenfels vorstellte.
Jonas SchererNils Reinermann und Tom Kretschmer zogen sehr gute Angriffe der SG auf, die meistens mit Torerfolg abgeschlossen wurden. Die TSL-Abwehr, defensiv 6:0, agierte zu inkonsequent und ermöglichte den SGlern somit zu viele Freiräume, die sie vor allem über den Kreis zum 9:3 nutzten. Als Piesker den 17jährigen Jonas Höfner auf halb links ins Spiel brachte (11.), schien dies ein Glücksgriff zu sein. Höfner übernahm selbstbewusst Verantwortung und setzte drei Tore hintereinander über den Rückraum und nach zweiter Welle zum 7:10 ins SG-Tor. Allerdings war der Druck der Rodacher um einiges höher. TSL-Schlussmann Lukas Zapf rettete zwar viele Bälle. Letztlich konnte aber auch er den 10:15-Halbzeitrückstand nicht verhindern.
Jonas HöfnerMit viel Entschlossenheit kam die TSL aus der Kabine. Alexander John markierte am Kreis das 11:15, Jonas Scherer sehr sicher per Siebenmeter das 12:16 (36.). Als ein Gegenstoß von Adrian Goller zum 13:16 im SG-Netz landete, kam von den gut besetzten Rängen lautstarker Jubel. Überhaupt agierte Lichtenfels in der Deckung zunehmend schneller auf den Beinen. Der eingewechselte Andreas Lutz im Heimtor raubte den SG-Werfern die ein oder andere Chance. Schließlich fiel nach 43 Minuten der erste Ausgleich zum 17:17 durch Scherers verwandelten Strafwurf.
Die Halle „kochte“, als die TSL noch zweimal einen Gleichstand markierte und die Gäste immer nervöser wurden. Beim 22:23 allerdings musste Andreas Kraus nach einer unglücklichen Aktion gegen den Hals eines SGlers mit „Rot“ aus dem Spiel (52.). Urplötzlich riss beim Gastgeber der Faden, zumal im Gegenzug Scherer mit blutender Nase aus dem Spiel musste. Dieses Foul eines Gästeakteurs blieb unverständlicherweise unbestraft. Bei einer harmlosen Aktion verletzte sich Philipp Rödel am Fuß so schwer, dass er ebenfalls ausfiel. Die Verletzung stellte sich im Nachhinein als Fraktur des Außenfußes heraus. Für ihn dürfte die Saison wohl beendet sein.
Andreas KrausTeilweise waren die Lichtenfelser in den letzten Minuten nur noch mit vier Mann auf dem Feld, wodurch sich für die routinierten Gäste Chancen nur so häuften. Tor um Tor erhöhte die SG wieder auf 28:22, das letztlich die Entscheidung war. Mit zwei sehenswerten Treffern verkürzte Michael Macheleid nochmal auf 24:28 (57.). Zu mehr reichte es für die TSL aber nicht mehr.
Weitere Spieldaten
Datum: 12. Februar 2012, 15:15
Ort: Lichtenfels, Städt. Sporthalle
Schiedsrichter: Berghammer, Fehn (HaSpo Bayreuth).
Aufstellung TS Lichtenfels: L. Zapf/Lutz – Macheleid 2, F. Zapf, Rödel 3, Fleischhauer 3, A. John 2, Höfner 4, Hansen 1, Eckert 1, A. Goller 1, Scherer 4/4, Kraus 4.
Aufstellung SG B-Rodach/Groß: Weiß/A. Martin – Wutschka 3/2, Wanko 2, Reinermann 8, Seifert 3/1, Tendera, S. Martin 5, Kretschmer 8/2, Brückner 2.