TSL - HSG Fichtelgebirge
Endergebnis: 24:33 (10:18) Tore
Favorit Fichtelgebirge lässt nichts anbrennen - TSL-Männer halten gegen Zweiten phasenweise gut mit / Dennoch 24:33-Niederlage
Alexander JohnIm Kampf um die Meisterschaft bleibt die HSG Fichtelgebirge dem TV Coburg-Neuses dicht auf den Fersen. Das Bezirksoberliga-Duell zwischen den Handballmännern der TS Lichtenfels (8.) und dem Tabellenzweiten HSG Fichtelgebirge verlief von Anfang an standesgemäß und endete mit einem 33:24 (18:10)-Erfolg für die Gäste. Die TS Lichtenfels hatte ihr Bestes gegeben, musste aber eine Niederlage hinnehmen, die um ein paar Tore zu hoch ausfiel.
Fabian FleischhauerTSL-Trainer Uwe Piesker war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden, die dem großen Favoriten etwas in Bedrängnis gebracht hatte: „Der Knackpunkt für uns war allerdings die völlig überzogene rote Karte gegen Andreas Kraus in der 10. Minute“. Es war eine klare Fehlentscheidung der beiden Schiedsrichter, da Kraus lediglich eine Zwei-Minuten-Strafe verdient hätte. Dieser Meinung waren auch der Gegner und die vielen Zuschauer im Lichtenfelser Sportzentrum, die ihren Unmut mit Buhrufen und Pfiffen bekundeten.
Jonas SchererIn den ersten Minuten lagen beide Mannschaften gleichauf. Carsten Hansen setzte den Ball per Siebenmeter an HSG-Keeper Miroslav Brosko vorbei zum 2:2 (4.). Die 5:1-Abwehr der Gäste agierte sehr konzentriert und standfest und zwang die TSL zu Abspielfehlern. Mit einem Mal stand es nach elf Minuten schon 7:3 für die Gäste, das auch durch Konter des schnellen Johannes Wippenbeck zustande kam. Aber die Lichtenfelser ließen sich nicht abschütteln. Auch die HSG produzierte Stürmerfouls und Fehler, die der TSL zu schnellen Gegenangriffen verhalfen. Auf diese Weise gelang Fabian Fleischhauer mit zwei Folgekontern das 6:8 (15.).
Cornelius JohnMit Angriffen, die zu schnell und schlecht vorbereitet waren, nahm sich die TSL jedoch selbst die Chance, noch weiter aufzuschließen. Die HSG fackelte nicht lange und zog mit Tempohandball Tor um Tor davon. Nach 28 Minuten hieß es schon 17:7 für die Gäste, ehe der mutig und sehr engagiert auftretende Cornelius John auf heimischer Seite den 10:18-Halbzeitstand erzielte.
Lukas ZapfEine Fehleranalyse während der Halbzeitpause schien sich für die Lichtenfelser positiv auszuwirken. Mit großem Elan starteten sie in die zweiten 30 Minuten und bliesen zur Aufholjagd. Torhüter Lukas Zapf machte hinten dicht und ebnete den Weg zu schnellen Angriffen. Cornelius John netzte über den Rückraum sicher ein, Fabian Fleischhauer verwandelte Konter und Jonas Scherer überwand Brosko per Starfwurf. Innerhalb von nur fünf Minuten erreichte die TSL das 14:18 (35.). Erst nach 39 Minuten gelang den Gästen das erste Tor in der zweiten Hälfte. Bis zum 17:21 war die TSL gut dabei. Mehrere harte Abwehraktionen der HSG wurden nicht bestraft, was die Stimmung in der Halle weiter aufheizte.
Thorsten NickolMit der 44. Minute kehrte der überragende Dominik Hartmann ins Gästespiel zurück. Kaum war er wieder auf dem Feld, fand die Depolt-Truppe zu ihrer guten Form zurück. Hartmann bekam die TSL-Abwehr kaum unter Kontrolle. Quasi aus dem Stand fanden seine Bälle ihr Ziel. Zunächst blieben die Korbstädter durch Michael Macheleids Tor zum 20:24 noch auf Tuchfühlung (48.). Aber mit zunehmender Dauer machte sich bei vereinzelten Spielern der Trainingsrückstand bemerkbar. Die Aufholjagd hatte zu viel Kraft gekostet. Fichtelgebirge setzte sich wieder deutlicher ab und schaffte klare Verhältnisse. Mit einem verwandelten Kempa-Trick zum 24:33 verabschiedeten sich die Gäste mit ihren mitgereisten Anhängern aus Lichtenfels.
Weitere Spieldaten
Datum: 25. März 2012, 15:15
Ort: Lichtenfels, Städt. Sporthalle
Schiedsrichter: Schreiner (TV Weidhausen), Balzer (TV Gefrees).
Aufstellung TS Lichtenfels: Lutz/L. Zapf - Macheleid 1, F. Zapf, Nickol 1, Fleischhauer 6, A. John 1, Hansen 3/1, Eckert, Goller, Scherer 7/3, Kraus, C. John 5, Korte.
Aufstellung HSG Fichtelgebirge: Brosko – Gruber, Fischer, Berger 1, Tröger 2, Burger 2, Brulic 1, Birner 4, Flasche 4, Wippenbeck 7, Tröger 2, Hartmann 10/2.