SG Rödental - TSL
Endergebnis: 28:26 (14:7) Tore
Tolle Energieleistung wird nicht belohnt - TSL-Männer unterliegen der SG Rödental knapp / 9. Rang zum Abschluss
Quasi von null auf hundert steigerten sich die Handball-Herren der TS Lichtenfels im letzten Saisonauftritt in der Bezirksoberliga bei der SG Rödental. 7 Tore (1. Halbzeit) gegenüber 19 in der zweiten sagen im Grunde alles über die Leistung der TSL aus. Trotzdem reichte es für das Team des Trainerduos Piesker/Fromme nicht zur Punkteteilung, die letztlich verdient gewesen wäre. Mit einer 26:28 (7:14)-Auswärtsniederlage verabschiedeten sie sich in die Handballpause.
Durch den gleichzeitigen Sieg ihres Verfolgers HSC Coburg III beim Vorletzten ASV Pegnitz büßten die Lichtenfelser ihren achten Tabellenrang ein, freuen sich aber mit ihren Fans über den Verbleib in der Bezirksoberliga.
Beim Ranglistensiebten Rödental misslang den TSlern der Start in die Partie gründlich. Die Abwehr war wegen des Ausfalls von Alexander John neuformiert und in der ersten Hälfte in keiner Phase im Bilde. Zu unbeweglich verteidigte die TSL, verschob kaum und konnte ihren Gegner, vor allem den Kreisläufer nur mit der Notbremse stoppen. SG-„Oldie“ Werner Wenzel verwandelte ohne Fehlversuch fünf Strafwürfe zur 8:3-Führung.
Im Angriff spielten sich die Gäste schöne Chancen heraus, allerdings fehlte es an der Genauigkeit im Abschluss. Zu allem Übel schied auch noch Andreas Kraus wegen einer Knieverletzung aus (15.), wurde aber von Maurizio Korte glänzend vertreten. Über Gegenstoßspiel und mit sehr viel Druck schloss Rödental die Gegenangriffe ab und kontrollierte die Partie (10:4/18.). Lichtenfels agierte und reagierte einfach viel zu spät und scheiterte an den eigenen Möglichkeiten. Kein Wunder, dass das Spiel mit dem klaren 14:7-Vorsprung für die Gastgeber zum Pausenpfiff fast schon entschieden war.
Nach einer sachlichen Aussprache kamen die Lichtenfelser in die zweite Halbzeit wie verwandelt zurück. Die TSL fand plötzlich probate Mittel, die zunächst jedoch noch nicht griffen. Das Team zeigte jedoch Charakterstärke, kämpfte aufopferungsvoll und bewies den mitgereisten Fans erneut, wozu es in der Lage sein kann. Mit der umgesetzten Taktik hatte die TSL der SGR nun viel entgegenzusetzen. Endlich ging Lichtenfels von den Einzelaktionen ab und über ins Mannschaftsspiel. Gerade Cornelius John setzte viele Akzente, so dass die Spielzüge endlich erfolgreich genutzt wurden.
Nach 42 Minuten hatten sich die Gäste auf 16:20 vorgearbeitet, nachdem auch die Abwehr mit dem hervorragenden Innenblock Thorsten Nickol/Jonas Scherer viele Rödentaler Chancen vereitelt hatte. Im Angriff verdiente sich Scherer Bestnoten mit sehr durchdachtem Spielaufbau und dem Anschlusstreffer zum 24:25 (52.). In der 58. Minute riss es die TSL-Anhänger von den Sitzen, als Fabian Fleischhauer den Ausgleich zum 26:26 einwarf. Im folgenden Angriff foulte Nickol einen SGR-Angreifer. Ein Rödentaler forderte mehrfach eine Zeitstrafe, die die Referees prompt gaben, ohne jedoch die Uhr stoppen zu lassen. Wenzel traf den Strafwurf zum 27:26. Auf der Gegenseite wurde Carsten Hansen nach einem harten Foul der Siebenmeter verweigert.
Obwohl die TSL am Ende noch in offene Manndeckung überging, gelang es ihr nicht mehr, den erneuten Ausgleich zu erzielen. Mit dem 28:26 setzten die Gahn-Schützlinge den Schlusspunkt. Anzumerken bleibt noch, dass nach Aussage beider Trainer bei den Schiedsrichtern keine Linie erkennbar war und sie sehr unterschiedliche Regelauslegungen zeigten, unter der beide Mannschaften zu leiden hatten.
Weitere Spieldaten
Datum: 15. April 2012, 16:30
Ort: Rödental, Franz-Goebel-Halle
Schiedsrichter: Dietel (TV Marktleugast), Roßner (TV Münchberg).
Aufstellung TS Lichtenfels: Lutz/L. Zapf – F. Zapf, Scherer 8/4, Kraus, Goller 3, Nickol 2, Hansen 1, C. John 4, Korte 3, Fleischhauer 4, Eckert, Macheleid, Höfner 1.
Aufstellung SG Rödental: Lesch – Göpfert 4, St. Schorr 1, Riedel 2, Ketels 5, Greiner, Heublein 2, A. Schorr 1, Schmidt 1, Wenzel 11/9, Fleischmann, Schultheiß, Zell 1, Schneyer 1.